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Überwindung von Krisen

on 13. Februar 2021 Kommentare deaktiviert für Überwindung von Krisen

Am 01. Oktober 1983 übernimmt Schwester Irmlinde Erzberger das Amt der Heimleitung. Zum Zeitpunkt des Amtsantrittes ist das Kinderheim, wie so oft schon vorher in einer Krise. Die Belegung ist sehr niedrig. Die Konzeption ist fortschreibungsbedürftig. Zusätzliches weltliches Personal ist schwer zu finden. Schwester Irmlinde befürchtete, dass der Fortbestand von St. Raphael in Gefahr ist. Nachbareinrichtungen in der Region waren bereits geschlossen worden. Würde es ihr Auftrag sein, die Schließung der Einrichtung zu begleiten? Bereits wenige Wochen nach Amtsantritt gelingt es Schwester Irmlinde mit Unterstützung des damaligen Jugendamtleiters des Landkreises Schwäbisch Hall, Herrn Bucholz, weitere wichtige Verbündete im Oberschulamt, bei der Diözese und bei der Gemeinde zu finden. Innerhalb weniger Wochen wird die Konzeption fortgeschrieben. Hier macht sich vor allem der damalige Psychologe der Einrichtung, Herman Seubert, gemeinsam mit Schwester Irmlinde, sehr verdient. In einem beispiellosen Schulterschluss zwischen örtlichem Jugendamt, Oberschulamt, Gemeinde und Kinderheim gelingt es, eine öffentliche Sonderschule für Erziehungshilfe in Fichtenau anzusiedeln.

Die Oberlin-Schule Fichtenau kann einem großen Teil der im Kinderheim betreuten Kinder die angemessene schulische Förderung bieten. Die Belegungszahlen steigen wieder bis zur Vollbelegung an. Eine sehr erfolgreiche und für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit war begonnen. Unter der Führung von Schwester Irmlinde gelang es in den folgenden 23 Jahren die Einrichtung stetig weiter zu entwickeln und differenzierte Angebote zu schaffen.